... war der Schnitzelbank-Abend gar nicht, den wir zusammen mit drei Freunden und einigen der Kligga verbrachten. Aber hier die ganze Story:
Der Schock war gross, als El Presidente (der Fasnachtskligga) verkündete, dass auf der Empore vom Restaurant Marsöl alle Plätze ausgebucht seien. Wir waren alle sooooooo truuurig. Nach Telefonaten mit anderen Lokalitäten, welche feuerpolizeilich ausgebucht waren, entschlossen wir uns für einen Frontalangriff und schickten unseren "Sperminator", der eben noch gerade "bisschen schaafes Kebab - you know, I kom from India, hehehehe" - ass, als nun in einen mit Liechtenstein bischöflichem Akzent verwandelten Organist des Kastratenchores vor. Ohne zu zögern schnappte sich dieser die restaurantseigene Leiter und überzeugte die Damen an der Kasse, dass die Orgal auf der Empore dringend geflickt werden müsse und er dazu der Hilfe seines Kastratenchores bedürfe.
Die Masche funktionierte erstaunlicherweise und als wir an den Tränen lachenden Kassiererinnen vorbei auf die Empore strömten war der Schnitezlbank-Abend schon in vollem Gange. Die Begegnungszone, in welcher man gemäss den Crash Test Dummies befürchten muss, zuerst vom Stadtbus umgefahren, danach vom Kinderwagen überfahren und letztendlich von der Gehhilfe eines Seniors zerstampft zu werden, war eben so oft Thema wie die koksende und Begrenzungslinien des Tennisplatzes aufschniffende Martina. Ebenso oft wurde der Schacherseppeli feat. Blocher Christöfeli beehert. AuchHerr Domenig, die Stadtpolizei, die rauchfreien Lokale und mit dem neuen Polizeigesetz alkoholfreien Strassen waren des öfteren Thema.
Die Brambrüeler waren (natürlich) eine Klasse für sich und wir raten jedem dringendst an, KEINE Cervalats bei den Jungs zu essen (welche nämlich aufgrund der brasilianischen Darmkrise zur Selbstinitiative griffen und gebrauchte Kondome zweckentfremden). Die Brambrüeler waren auch für einen der zwei gestern entstandenen Hits verantwortlich, mit einer Hymne an die Schwiegermütter:
"Einen Stein, auf dem Dein Name steht. Darunter wirst Du gelegt, heut Nacht...."
Oder das (nicht ganz kinderfreundliche) Lied, dass ganz sicher zum Strassenfeger wird (wir werden dafür sorgen.... ;-) ):
D'Schissi isch verschtopft im erschta Schtock
D'Schissi isch verschtopft im zwaita Schtock
D'Schissi isch verschtopft im ganza Huus
Drum schissa miar zum Fäischter uus.
Achja, d'Wasserratte stehen nach 40 Jahren vor dem Ende Ihrer Karriere, was uns zu einem spontanen "I bin sooo truuurig" veranlasste. Übrigens: Gerüchten zur Folge soll obiges Lied von regionalen Skileherinnen eingesetzt werden, die Schwünge auf der Piste musikalisch begleitet und damit rythmischer werden.
Letztendlich fand der Abend den Gefallen aller, leider konnte man und insbesondere unser Präsi - welcher schon aufpassen muss, dass er nicht aus den Kleidern fällt (oder war es "wächst"?) - sich bei einem Dürüm oder Kebab, natürlich "vely schaf", nicht mehr gütlich tun. So verliess man dann die Örtlichkeit, nicht ohne noch einige Taxi-Fahrer und entsprechende Gäste durch vielschichtige Fahrzeugkenntnisse und Fahrkönnen zum Erstaunen zu bringen ;-) ... es war ja auch verdammt eisig, ehrlich ;-)
PS: An alle Carrosserie-Betriebe: Zu früh gefreut! ;-)
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